Dr. Dieter Sommer

Gesund Arbeiten in der Pflege

Die Arbeit in den Pflegeberufen dient der Gesundheit vieler Menschen. Die Gesundheit der Pflegenden gerät dabei immer mehr aus dem Blickfeld. Daher ist es so wichtig, dem gesunden Arbeiten im Pflege-Alltag einen höheren Stellenwert einzuräumen.

Erfolgreiche Projekte arbeiten partizipativ und mit einem offenen Konzept: Die Beteiligten entscheiden selbst, welche Probleme bearbeitet werden und welche Maßnahmen ergriffen werden.

 

Demografischer Wandel

Die Bewältigung des Demografischen Wandels ist eine Frage der Haltung. Nicht das Alter macht die Menschen krank, sondern die ungesunden Lebensstile: Bewegungsmangel, Fehlernährung und Stress sind die wichtigsten Ursachen, wenn das Arbeiten immer schwerer fällt. Hier kann vorgebeugt werden.

In einem Tages-Workshop kommen die Teilnehmer/-innen (als Betroffene) über die Vor- und Nachteile des Älterwerdens ins Gespräch. Die Leitfragen sind: "Was konnte ich früher besser?" - "Was kann ich jetzt besser?" - "Was möchte ich in Zukunft besser können?". Dadurch werden die Chancen und Hoffnungen des Älterwerdens deutlicher erkennbar.

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Arbeit ist eine wichtige Ressource der körperlichen und der psychischen Widerstandsfähigkeit. Insofern müssen wir die Frage beantworten: „Wie gestalten wir die Arbeit so, dass sie uns gesund erhält?“. Die Frage der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz rückt dabei immer mehr in den Fokus. Die Problemlösungen sind unbequem, aber machbar. Sie beziehen sich sowohl auf gesunde Führungsstile als auch auf eine aktive Haltung der Mitarbeitenden: Raus aus der Opferrolle und hinein in das lösungsorientierte Denken.

Ohne den Grundbaustein "Gesund Führen und geführt werden" gelingt das Betriebliche Gesundheitsmanagement allerdings nicht.

 

Gesunde Schule/ Gesunde Kita

Lange Jahre stand die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund gesundheitsorientierter Programme. Inzwischen gibt es einen großen Konsens darüber, dass gesundes Lehren die wichtigste Voraussetzung für gesundes Lernen ist.

 

Moderation

Das Gesundheitsmanagement wird in Steuerkreisen Gesundheit, Fokusgruppen und in Workshops verwirklicht. Eine externe und ergebnisorientierte Moderation führt schnell zum Ziel und ist im Grunde unverzichtbar.

 

Positive Psychologie

Das menschliche Gehirn mekrt sich die schlechten Dinge besser als die guten. Vor Tausenden von Jahren hat es uns sehr geholfen, dass wir genau wussten, wo die Höhle des Bären war und dass wir uns auf keinen Fall der Höhle nähern durften. Heute ist die Welt weniger gefährlich, es gibt tatsächlich viele gute Erlebnisse, an denen wir uns erfreuen können. Trotzdem überwiegen auch heute noch die negativen Wahrnehmungen. Obwohl es uns heute besser geht als jemals zuvor, lassen wir uns von der Überzeugung anstecken, dass die Lage schlecht ist. Die Dinge, die unser Leben reicher machen, verlieren wir dabei aus den Augen. Dementsprechend kann uns auch die Arbeit das Leben zur Hölle machen – oder sie kann uns aufblühen lassen.

Die positive Psychologie möchte die Perspektive verändern: die meisten Dinge entwickeln sich gut und die wenigsten Probleme sind in einem Jahr noch wichtig. Diese Perspektive kann erlernt und trainiert werden.